Alte Dreherei

Historischer Hintergrund

Die Alte Dreherei, ein in Mülheim einzigartiges, historisches Bauwerk aus dem Eisenbahnbestand, wird derzeit mit viel Eigeninitiative vor dem Verfall gerettet und zu einem kulturell wertvollen, lebendigen Haus der Vereine umgebaut.

Historisch einmaliges Gebäude

Die Halle wurde bis zur Schließung des Bundesbahn-Ausbesserungswerks 1959 von der Deutschen Bundesbahn im Rahmen des ehemaligen Ausbesserungswerkes in Mülheim-Speldorf für die Wartung von Lokomotiven und Gütrewagen genutzt. Das 1874 errichtete Industriegebäude mit einer Grundfläche von über 2.000 Quadratmetern verfügt über eine in Deutschland einzigartige Holzdachkonstruktion. Als Baudenkmal der Industriekultur steht es seit 1991 unter Denkmalschutz.

Speldorf 1950
Busse vor Halle 1 und Halle 2
Umbau der Hallen 1 und 2 im Jahr 1913
Halle 2 mit Krahn

Geschäftiges Gebäude zur Zeit der Dampfloks und Straßenbahnen

Nachdem jahrelang keine Einigung über die Restaurierung und Nutzung des Industriedenkmals zustande kam und die Halle daher weiteren Schaden an der Bausubstanz nahm, hat sich 2008 ein Trägerverein gegründet.

Dieses gemeinnützige Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, die „Alte Dreherei“ für die Nachwelt dauerhaft zu erhalten und einer sinnvollen, gemeinnützigen Nutzung zuzuführen. Geplant ist, ein „Haus der Vereine“ mit einem für die Region attraktiven Begegnungs- und Bildungszentrum, eine vielseitige Ausstellungshalle und ein technisches Museum in dem innenstadtnahen Gebäude zu entwickeln. Mit Mitteln des Denkmalförderprogramms des Landes NRW, der NRW-Stiftung, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Leonhard-Stinnes Stiftung wurde die Sanierung unterstützt.

Ebenfalls unterstützen das Centrum für bürgerschaftliches Engagement e. V. (CBE), der Internationale Bauorden sowie viele Unternehmen und Privatpersonen das Projekt Alte Dreherei.